+++ Die Generalversammlung findet am 09. Februar 2018 um 19.00 Uhr in der Gaststätte Brümmer statt +++

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Zu verdanken ist diese Vereinsgründung dem
ersten Pastor der Kirchengemeinde St. Marien
Biene: Pastor Heinrich Schulte wirkte von 1923
bis 1937 in Biene. Ihm lagen die Interessen der
Biener Jugend besonders am Herzen. Auf seine
Initiative hin gründete sich – in einer Zeit, in der
Fußball noch längst nicht allseits akzeptiert war -
im Jahre 1931 die erste Sportgemeinschaft des
Ortes.
Der neue Sportverein schloss sich der 1920 in
Würzburg gegründeten kirchlichen Jugendorganisation
"Deutsche Jugendkraft" (DJK) an, die
seinerzeit als Reichssportverband für Leibesübungen
in katholischen Sportvereinen die größte
Dachorganisation emsländischer Sportvereine
war. Der neu gegründete Verein hieß DJK Biene.
Ihm stand zunächst Gert Droste als erster
Vorsitzender (1931-1937) vor. Gleichzeitig war er
Betreuer und Schiedsrichter. Die meist jugendlichen
Fußballer waren weitestgehend auf sich
allein gestellt. Eltern hielten häufig Distanz. Einen
geregelten Spielbetrieb – Klassen, Staffeln,
Meisterschaften – gab es zunächst noch nicht,
allenfalls Duelle mit Mannschaften aus Nachbarorten.

Die Gründermannschaft des Biener
Sportvereins im Jahre 1931
Paul Kloppe, Adolph Vollmer, Alfons
Wintering, Christian Mars-Jannink, Heinrich Wintering,
Betreuer Gerhard Droste. Hermann Voß,
Heinrich Meiners, Bernhard Kloppe, Torwart Franz Gerling,
Hans Janning, Hans Keuter
Den erforderlichen Sportplatz stellte Bauer
Keuter zur Verfügung: Eine Wiese im "Schwatten
Fenn" an der Langen Straße war die erste sportliche
Heimat des neuen Biener Vereins. Die jährliche
Pacht betrug eine Kiste Zigarren.
Sponsoring sah damals anders aus als heute:
Anton Kloppe stiftete das Holz für die ersten
Tore, Hermann Pieper leistete mit Tornetzen aus
Draht Hilfestellung. Gegner des ersten Spiels der
DJK Biene war übrigens eine Mannschaft
namens FC Stern Holthausen.


Mannschaft "FC Stern Holthausen"
Nach diesen Anfängen nahm die DJK Biene in
der Folgezeit am Punktspielbetrieb auf Kreisebene
teil. Gegner waren Mannschaften z.B. aus
Laxten, Darme, Brögbern, Lohne und Emsbüren.
Zweimal hintereinander konnte die Biener
Mannschaft einen Meistertitel erringen.
Besonders häufig tauchte Christian Jannink als
Torschütze auf. Als Spielkleidung setzten sich
schicke weiße Hemden mit DJK-Emblem und
blaue Hosen durch. Die weißen Hemden waren
multifunktional: Sie konnten gleichzeitig als
Sonntagskleidung getragen werden. Eine Jacke
verdeckte dann das DJK-Emblem.
Aufbewahrungsort für den Spielball war die
Bäckerei Wintering. Eifrige Fußballer sollen ihn
häufig auch außerhalb der Spiel- und
Trainingszeiten abgeholt haben, um heimlich
"Sonderschichten" zu schieben. Heimspiele wurden
grundsätzlich am Sonntagnachmittag nach
der Andacht ausgetragen. Zu einigen Auswärtsspielen
musste die Andacht schon mal vorverlegt
werden, da die "Anreise" mit dem Fahrrad erfolgte
und weitere Auswärtsfahrten eine pünktliche
Abfahrt erforderten. Die Biener Fußballer entwikkelten
den Plan, am Biener Busch einen neuen
Sportplatz zu erstellen. So trafen sie sich häufig
abends, um mit der Unterstützung Fußball begeisterter
Bauern, die Pferdegespanne und
Sturzkarren zur Verfügung stellten, ein neues
Spielfeld zu schaffen. Bäume mussten gerodet
werden, der Boden wurde geebnet, Sand und
Grassoden wurden herangeschafft.
Zum Umkleiden traf man sich bei der Gaststätte
Kahle-Wessing. Von dort zog man unter lautem
Gesang gemeinsam mit dem Gegner zum neuen
Sportplatz, der einen erheblichen Heimvorteil

beinhaltete:Gästeteams hatten es auf dem für
sie meist ungewohnten lockeren Emssand
extrem schwer; die Punkte blieben häufig in
Biene. Heimsiege waren die Regel. Nach hartem
Kampf gingen die Mannschaften zum Lokal
Kahle-Wessing (Foto alt/neu) zurück, um
gemeinsam ein Gläschen zu trinken.
Gaststätte Kahle-Wessing - neu
Aufmarsch in Biene
Auszug aus "Lingener Volksbote" vom 02.06.1934
Fahrrad Reiter
Über 30 Jahre (bis
Ende 1996) führte
Maria Wessing die
beliebte Gaststätte
„Am Biener Busch“.
Mitte der 30er Jahre wurde aus politischen
Gründen die DJK (Foto rechts "Aufmarsch in
Biene") verboten; daher musste der Spielbetrieb
auch in Biene eingestellt werden. Einige Spieler
schlossen sich daraufhin dem TUS Lingen an. Wiederaufnahme des
Spielbetriebs 1946
Nach dem militärischen Zusammenbruch des
Deutschen Reiches im Mai 1945 wurde alles
Vereinsleben von der britischen Militärregierung
kontrolliert. Sportvereine hatten es besonders
schwer. Die Wiederbegründer mussten sich einer
peinlichen politischen Überprüfung unterziehen,
die erweisen sollte, ob sie demokratischen
Ansprüchen genügen konnten, wie durch die folgenden
zwei Dokumente zu ersehen ist.
Lingen, den 26. Juni 1946
Der Oberkreisdirektor
Kreissportbeauftragter
An
Herrn Kurt Vedder
in Biene
Betrifft: Gründung eines Sportvereins in der
Gemeinde Biene.
Bezug: Ihr Schreiben vom 5. Juni 1946
Zu o.a. Schreiben teile ich Ihnen folgendes mit:
Eine Genehmigung des Vereins kann erst erfolgen,
wenn ich im Besitze folgender Unterlagen
bin:
1.) Namen des Vereinsvorstandes (1. Vorsitzender,
Hauptsport- und Hauptjugendwart)
2.) Eine Aufstellung der Jugendgruppe nach
anliegendem Muster.
Die Genehmigung wird grundsätzlich nur erteilt,
wenn der Verein eine Jugendgruppe hat.
Beiliegenden Antrag wollen Sie nach Ausfüllung
an mich zurücksenden, damit ich diesen der
Militärregierung zur Genehmigung vorlegen
kann. Ich mache darauf aufmerksam, dass größter
Wert auf einen guten Jugendleiter gelegt wird.
Für die unter 1) Genannten werden bei Mil. Gov.
Det. 802 politische Fragebogen angefordert, die
Ihnen nach Erhalt zugehen. Eine Unterstützung
kann Ihnen leider nicht gewährt werden, da z. Zt.
noch keine Mittel zur Verfügung stehen. Fußbälle
sind nicht erhältlich, Fußballschuhe von der
Militärregierung für Oktober 1946 angekündigt.
Wie ich in Erfahrung gebracht habe, hat der
Torwart des TuS Lingen Camp, für Kartoffeln und
Eier bei Biene gespielt. Ich mache darauf aufmerksam,
dass nach Bestätigung des S.C. Biene
solche Vorkommnisse nicht mehr geduldet werden
und der Verein nach den Richtlinien des
Fußballverbandes bestraft wird. Ich erwarte die
baldige Rücksendung anliegender Fragebogen
und wünsche dem S.C. Biene bei seiner
Aufbauarbeit viel Erfolg.Durch den Kreissportbeauftragten wurden die
Initiatoren des Sportvereins aufgefordert zur
Erteilung der Genehmigung des Vereins folgende
Unterlagen vorzulegen: 1. Name des Vereinsvorstandes
(1. Vors., Hauptsport- und Hauptjugendwart)
2. Eine Aufstellung der Jugendgruppe.
Aufgrund dieser Anforderung wurde am
11.08.1946 die nachstehend aufgeführte
Vereinsmitgliederliste an die "Dienststelle politische
Polizei" in Lingen übersandt.
Biene, den 11.08.1946
An die Dienststelle
politische Polizei in Lingen/Ems
Meppener Straße 8
Betr.: telefonischer Anruf
vom 07.08.1946
Der Fußballklub Biene
meldet nachstehende
Vereinsmitglieder:
Vereinsvorstand:
Fedder, Kurt, 25.11.1915, Elektriker;
Gauger, Gerhard (Foto), 21.09.1919, Automechaniker;
Chrobock, Hans, 22.12.1922, Kaufmann;
Schulte, Hermann, 08.01.1927, Landwirt;
Vereinsmitglieder:
Wagner, Adolf, 19.10.1923, Mot. Schlosser;
Kreft, Georg, 14.12.1927, R.B. Gehilfe;
Klebisch, Siegfried, 31.03.1925, Autoschlosser;
Riek, Friedel, 25.06.1924, Büroangestellter;
Deeters, Hermann, 16.03.1923, Zimmermann;
Lüttel, Werner, 18.04.1928, Landwirt;
Kessens, Karl, 07.01.1928, Bäcker;
Hermann, Werner, 17.11.1924, Masch.Schlosser;
Kanne, Hermann, 21.11.1927, Buttermeier;
Borker, Hans, 25.09.1928, Kraftfahrer;
Keuters, Heinrich, 11.06.1928, Landwirt;
Wilbers, Hans, 18.06.1928, Maurer;
Wilke, Hermann, 21.03.1923; Maurer;
Oelsner, Erwin, 18.07.1927, Schmied;
Brümmer, Heinrich, 20.08.1914, Bäcker;
Münzebrock, Arnold, 01.12.1913, Konsumverwalter;
Fickers, Alfons, 07.01.1928, Autoschlosser;
Keuters, Bernhard, 10.02.1928, Kanalarbeiter;
Talle, Fritz, 26.06.1926, Landwirt;
Kulücke, Joseph, 10.07.1923, Landwirt;
Bretschendörfer, Sepp, 05.03.1922, Landwirt;
Jugendliche:
Kayser, Hubert, 25.07.1929, Masch.Schlosser;
Foppe, Paul, 12.03.1932, Schüler;
Wilke, Alfons, 15.03.1930; Tischler;
Dietrich, Gustav, 16.05.1930, Autoschlosser;
Fedder, Erwin, 26.11.1931, Gärtner;
Schulte, Wilh., 05.02.1931, Landwirt;
Wilke, Hans, 14.09.1931, Bäcker;
Keuters, Paul, 29.08.1930, Landwirt;
Fischer, Joseph, 25.06.1929, Landwirt;
Hörtemöller, Werner; 03.07.1931; Landwirt;
Otten, Bernhard, 11.08.1932, Molk. Lehrling;
Nass, Günther, 15.10.1929; Schlosser;
Rosken, Ludger, 23.10.1933; Schüler;
Lüttel, Franz, 30.10.1931; Schneiderlehrling;
Weichenhahn, Hubert, 12.03.1929, Schlosser;
Wilke, Heinrich, 18.07.1931, Maurer;
Bürgel, Klaus, 24.01.1932, Schüler;
Dietrich, Günter, 24.03.1933, Schüler;
Keuters, Georg, 02.01.1933, Schüler;

Als Vorsitzender des Sportvereins stellte sich
Kurt Fedder zur Verfügung, der in der Folgezeit
für die Weiterentwicklung des Vereins unter
äußerst schwierigen Bedingungen sehr viel geleistet
hat. Unterstützt wurde er besonders von
Arnold Münzebrock, Gerd Gauger und Hermann
Schulte.
Das erste Freundschaftsspiel gegen Groß
Hesepe ging prompt mit 0:3 Toren verloren. Im
zweiten Spiel klappte es schon wesentlich besser:
Dalum wurde mit 9:3 Toren geschlagen,
wobei Johannes Borker 3 Tore schoß. Die nächste
Steigerung zeigte sich schon im Rückspiel in
Biene gegen Groß Hesepe, das mit 7:1 Toren
gewonnen wurde. Ein besonderer Höhepunkt in
der damaligen Zeit (Mai 1947) stellten zwei
Spiele gegen Mannschaften aus dem "Litauer
Lager" in Groß Hesepe dar, das durch die Biener
Molkerei beliefert wurde. Durch diese Verbindung
kam auch der Spielabschluss zustande:
Man fuhr mit dem Lastwagen der Molkerei, der
auch später des öfteren zu Auswärtsspielen
großzügigerweise zur Verfügung gestellt wurde,
in das "Litauer Lager". Zunächst erzielte die II.
Mannschaft einen 3:0 Sieg in folgender
Aufstellung: Hermann Schulte, Heinz Diepenthal,
Alfons Wilke, Hubert Kayser, Hermann Deters,
Hermann Kanneschludde, Fritz Talle, Alfons
Fickers, Fred Bärwald, Hubert Bolk, Hans
Hilbers. Anschließend spielte dann die I.
Mannschaft in folgender Aufstellung: Gerhard
Gauger, Kurt Fedder, Werner Lüttel, Georg Kreft,
Adolf Wagner, Hans Chrobock, Friedel Riek,
Johannes Borker, Leon Gazda, Hubert Lüttel,
Anton Heinen. Vor etwa 700 Zuschauern ging der
SV Biene in der 65. Minute mit 1:0 in Führung.
Kurze Zeit später löste ein Foulspiel von Georg
Kreft einen Zuschauertumult aus.
Schiedsrichter Arnold Münzebrock konnte
schließlich nur unter Mithilfe des Lagerkommandanten
die aufgebrachte Menge beruhigen. Hans
Chrobock musste wegen einer Kopfverletzung
im Krankenhaus behandelt werden, Kurt Fedder
mimte den Schwerverletzten und Georg Kreft,
der Verursacher des Fouls, suchte fluchtartig zu
Fuß den Weg nach Biene zurück. Schließlich war
man froh, mit dem Gott sei Dank nicht beschädigten
Molkereifahrzeug den Heimweg antreten
zu können. Abends fand sich die komplette
Mannschaft wieder auf dem Tanzboden zusammen,
um ihren Sieg zu feiern.
Nachdem sich am 31. August 1946 der Bezirksfußball-
Verband unter Leitung von Heinrich
Schulz, Osnabrück, neu konstituiert hatte, liefen
mit der Saison 1946/47 die Meisterschaftsspiele
auf Kreis- und Bezirksebene wieder an. Der Kreis
Lingen wurde daraufhin in zwei Gruppen eingeteilt.
Der Sportverein Biene begann mit den
Punktspielen in der Gruppe A der II. Kreisklasse.
Das erste Punktspiel fand am 13. Oktober 1946
gegen SC Spelle am Biener Busch statt. Bereits
in der Spielserie 1948/49 wurde der SV Biene
Kreismeister. In diesem Jahr spielten u. a. folgende
Spieler in der I. Mannschaft: Gerhard Gauger,
Kurt Fedder, Heinz Diepenthal, Friedel Riek,
Hans Chrobock, Werner Lüttel, Hermann Schul-
Die ersten Transportmittel
Hans Chrobock Hermann Schulte
75 Jahre SV Holthausen-Biene 29
te, Adolf Wagner, Alfons Fickers, Werner Hermann,
Johannes Borker. Auf den Aufstieg verzichtete
man wegen der Kosten für die dann
anfallenden weiten Fahrten. In der folgenden
Saison 1949/50 hatte man als Neuzugänge
Stefan Spreen und Willi Flaschke zu verzeichnen.
Der SV Biene stellte erneut den Kreismeister und
stieg diesmal in die 1. Kreisklasse auf. Kurzfristig
wurde ein Trainer aus Nordhorn verpflichtet, dem
nach einem Vierteljahr gekündigt wurde, weil der
Verein ihn nicht bezahlen konnte. Besonders
interessante Kämpfe, die auch viele Zuschauer
anzogen, gab es in den folgenden Jahren u. a.
gegen die Mannschaften aus Lohne, Schapen,
Beesten und Lünne. Konditionsschwierigkeiten
kannte man in dieser Zeit nicht, da man ständig
im losen Biener Sand spielte.
In den folgenden Jahren spielte die I. Mannschaft
des SV Biene in der I. Kreisklasse mit wechselndem
Erfolg. Wenn auch die I. Mannschaft in den
Punktspielen nicht so erfolgreich war, so wurden
doch bei Pokalturnieren viele Pokale errungen.
Die Kameradschaft unter den Spielern war
besonders gut. Man verlor nie den Humor, denn
wenn kein Pokal errungen wurde, schnitt man
zur Feier des Tages einigen Spielern die Schlipse
ab, die dann über längere Zeit im Vereinslokal
öffentlich ausgehängt wurden.1954
"Bozsik, immer wieder Bozsik, der rechte Läufer
der Ungarn hat den Ball – verloren diesmal,
gegen Schäfer. Schäfer nach innen geflankt.
Kopfball – abgewehrt. Aus dem Hintergrund
müsste Rahn schießen … Rahn schießt –
Tooooor! Tooooor! Tooooor!" "Aus! Aus! Aus! –
Aus! – Das Spiel ist aus! Deutschland ist
Weltmeister! Schlägt Ungarn mit 3 zu 2."
Der Gewinn der Fußball-Weltmeisterschaft von
1954 in der Schweiz – das "Wunder von Bern" –
ist wohl der herausragendeste Erfolg einer deutschen
Fußballnationalmannschaft, der je bei
einem Turnier errungen wurde. Die WM 1954 ist
zum Mythos, zur Legende, geworden. Der unerwartete
Sieg bei der Weltmeisterschaft sorgte in
der jungen Bundesrepublik für eine enorme
Aufbruchstimmung und gilt auch heute noch als
das bedeutendste Sportereignis der deutschen
Geschichte.
Viele halten den Titelgewinn für die "eigentliche"
Geburtsstunde Nachkriegsdeutschlands und
Auslöser des Wirtschaftswunders. Der Titelgewinn
sorgte auch in unserem Ortsteil für
Fußballbegeisterung. Knapp 50 Jahre später verfilmte
der Regisseur Sönke Wortmann die
Geschichte um den Gewinn der Weltmeisterschaft
unter dem Titel "Das Wunder von Bern"
(Deutschland 2003).
"Das Wunder von Bern"
mit Henrik Bemboom
In dem Erfolgsfilm spielt ein Biener Junge den
legendären Ferenc Puskás
Die Story (geschildert von Henrik Bemboom): Im
Training beim 1. FC Köln taucht plötzlich ein
Kameramann auf, der auffällig oft und nahe seine
Kamera auf mich richtet. Nach dem Training stellt
sich der Mann als Assistent von Erfolgsregisseur
Sönke Wortmann vor, der einen Film über die
Fußballweltmeisterschaft 1954 drehen wolle. Für
die Rolle des Ferenc Puskás habe er mich ausgewählt.
24 Stunden später wird der Deal zwischen
Sönke Wortmann und mir ohne ein
Casting perfekt gemacht. Entscheidend, dass
die Wahl ausgerechnet auf mich fiel, waren wohl
bei mir vorhandene Ähnlichkeiten und Eigenschaften,
die charakteristisch für Puskás gewesen
sind: muskulöse, gedrungene Statur, auffällige
Spielweise als Linksfuß. Den Rest besorgte
später das Schminkteam, das mich auf älter
trimmte. Die Dreharbeiten finden im Köln-
Bonner-Raum statt. Mit Hilfe eines Videos von
Archivaufnahmen muss ich mir Spielszenen einprägen,
die bis zur Automatisierung geübt werden.
Einige Szenen müssen bis zu dreißig Mal
wiederholt werden. Die Szene zum 1:0 für
Ungarn, das Puskás erzielt, ist z.B. auch gar
nicht so einfach, da zuvor ein Ungar aus 20
Metern Entfernung genau den Hintern eines
deutschen Abwehrspielers trifft, von wo der Ball
Puskás vor die Füße fällt. Um das Regenwetter
vom Finaltag 1954 nachzustellen, wird vor jeder
Szene mit dem Gartenschlauch gespritzt. Die
Zuschauerkulisse wird durch Computeranimationen
dargestellt. Ein voller Drehtag dauert
12 Stunden und findet unter fachlicher Beratung
von Horst Eckel, einem der noch lebenden
Spieler aus der WM-Elf 1954, statt. Die Filmcrew,
ca. 150 Personen, wird in den Drehpausen in
einer Zeltstadt beköstigt und geschminkt.
PS: Der Film wurde ein Erfolg und erreichte ein
Millionen-Publikum. Bereits vier Wochen nach
der Premiere haben mehr als 2,5 Millionen
Menschen das "Wunder von Bern" im Kino gesehen.
Der Film soll anlässlich der 2006 in
Deutschland stattfindenden Fußball-WM auch im
deutschen Fernsehen gezeigt werden.Jahre SV Holthausen-Biene
ÜBRIGENS: Henrik Bemboom ist auch im wahren
Leben ein außerordentlicher Fußballer.
Bereits bei den Minikickern mit 5 Jahren wurde
sein Talent von Michael Welling und Stefan Kotte
erkannt und gefördert. Ab der C-Jugend erfolgte
der Wechsel zum TUS Lingen. Er wurde mehrfach
in Jugend-Auswahlmannschaften des
Niedersächsischen Fußballverbandes berufen bis
hin zur U-19 Auswahl. Im Seniorenbereich spielte
er während seines Studiums an der
Sporthochschule Köln bei den Amateuren des 1.
FC Köln und schaffte den Aufstieg in die
Regionalliga. In den letzten Jahren spielte er für
SF Lotte (Oberliga Westfalen) und Schüttorf 09
(Niedersachsenliga).
Zusammenschluß zum
SV Holthausen/Biene e.V.
(31.07.1958)
In der Generalversammlung des Sportverein
Biene am 31. Juli 1958 im Saal Grove, Holthausen,
wurde die Namensänderung, der Zusammenschluss
des Sportverein Biene mit Holthausen
zum SV Holthausen/Biene und die Eintragung
in das Registergericht beim Amtsgericht
Lingen beschlossen.
Anwesend waren laut Anwesenheitsliste 67
Mitglieder.
In den Vorstand wurden gewählt:
Weiterhin wurden gewählt:
II. Vorsitzender: Theo Silies, Holthausen
II. Kassierer: Paul Herbers, Holthausen
Sportwart
I. Mannschaft: Alfons Wintering, Biene
Sportwart
II. Mannschaft: Alfons Hermeling, Holthausen
Jugendwart: Manfred Scholz, Biene
Schülerwart: Hubert Vollmer, Biene
Obmann: Hans Chrobock, Biene
Gerätewart: Hubert Wessing, Biene
Beitragssammler: Hermann Keuters, Biene
Heinrich Kotte, Biene
Alfons Fickers, Holthausen
Paul Kues, Holthausen
In einer außerordentlichen Generalversammlung
am 18. Dezember 1958 wurde die Satzung in
zwei Punkten ergänzt. Es wurde neu hinzugenommen,
dass der Verein ins Vereinsregister aufgenommen
werden sollte; gleichzeitig wurde
festgelegt, dass der geschäftsführende Vorstand
aus dem I. Vorsitzenden, dem Kassenwart und
dem Schriftführer besteht.
I. Vorsitzender
Clemens Vollmer,
Biene
Kassierer
Bernhard Schulte,
Holthausen
Schriftführer
Alfons Surmann,
Biene

kopiert aus der 75-Jahr Festschrift

des SV Holthausen/Biene

   

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Wintering

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